Donnerstag, 13. November 2008

Adios Peru































Kurz nach diesen Aufnahmen in Mancora
haben wir zum ersten Mal
Buckelwahle gesehen.... AUFREGEND!!!!


Nach tollen 5 Wochen werden wir uns morgen auf den Weg nach Bolivien machen. Zeit, um noch einem Revue passieren zu lassen, wie wir Peru erlebt haben.

(fuer subjektive Eindruecke behalten wir uns wie immer kuenstlerische Freiheiten vor :
O)

Es gaebe noch vieles mehr zu berichten (Religion, Wirtschaft, Kunst.....) aber das fuehrt einfach zu weit.

Losgeloest von den Fakten, nehmen wir unsere tollen Erfahrung, persoenliche Begegnungen und Eindruecke mit und werden Peru in sehr guter Erinnerung behalten!

Mit einem :O) und einem :O( Auge verabschieden wir uns.......................und melden uns aus Bolivien wieder.

Montag, 10. November 2008

Mancora....Sonne, Strand und Palmen

Kurzerhand haben wir uns entschieden unseren Aufenthalt in Lima abzubrechen und noch etwas Sonne zu tanken.

Die Stadt ist nach ueber einer Woche total anstrengend geworden und nachdem wir einen guten Tip bekommen haben, haben wir unsere sieben Sachen gepackt und uns - anstatt eine weitere Woche die Sprachschule zu besuchen- am 07.11.08 in Perus Norden nach Mancora (ziemlich dicht an Ecuadors Grenze) aufgemacht. 1.200km Panamericana und 16 Stunden Busfahrt spaeter sind wir glueckselig angekommen. Die brandneue Anlage hier wird von einem Schweizer (Juerg) und seiner peruanischen Frau (Patricia) betrieben und ist mit viel Liebe und Professionalitaet aufgebaut worden. Wir wurden hier sehr sehr herzlich begruesst und fuehlen uns wie zuhause. Gluecklicherweise ist hier noch Vorsaison, sodass wir teilweise alleine an kilometerlangen Straenden - am zugegebenermassen kalten Pazifik- sind. Auf jeden Fall findet man hier noch Natur pur!!! Wir haben auf unseren ausgedehnten Strandspaziergaengen schon zwei riesige verendete Seeloewen, ein Delphinkopf-Skelett, einen gigantischen Kugelfisch, Pelikankolonien, Strandlauefer u.v.m. gesehen! Hier ist ein Paradies fuer Surfer und Kiter. Ausserdem kann man bodyboarden, hiken, biken, Buggy fahren, reiten, schwimmen und einfach nur -akitv oder passiv- relaxen. Auch das Klima ist (fuer ganz Peru) einzigartig, denn es scheint immer die Sonne. Selbst im Winter ist es trocken und die Temperatur liegt dann zwischen 15 (Nacht) - 25 (Tag) Grad.

Ueberall wir geschaeftig gearbeitet und wir sind uns sicher, dass man hier in 10 Jahren ein Hotel neben dem anderen finden wird. Mal wieder sind wir Kinder des Gluecks :O)

Hier bleiben wir jetzt bis ym 14.11. und reisen dann ueber Lima weiter nach Bolivien (La Paz).

In den naechsten Tagen werden wir hoffentlich noch mal ein paar Bilder und weitere Eindruecke einstellen.


INSIDER TIP:
Kon Tiki Bungalows
Juerg + Patty Thommen
Mancora - Peru
Phone 0051 73 25 81 38
Mobile 0051 1 985 09 33 63
E-mail: http://service.gmx.net/de/cgi/g.fcgi/mail/new?CUSTOMERNO=14558355&t=de902864975.1226360802.26f06bf8&to=itp%40gmx.ch
Home Page: http://service.gmx.net/de/cgi/derefer?TYPE=3&DEST=http%3A%2F%2Fwww.kontikimancora.com


Mittwoch, 29. Oktober 2008

24.-27.10.2008 - Peru Dschungel

Mit dem Flugzeug sind wir von Cusco nach Puerto Maldonado in den Dschungel geflogen.
Auf der Liste der kleinsten Flughaefen der Welt nimmt er bestimmt einen der ersten Plaetze ein :O) Als wir ausgestiegen sind, dachten wir, wir wuerden hinter einer laufenden Turbine stehen......HEISS!!! Herzlich willkommen im Dschungel!!! 30 Grad und eine Luftfeuchtigkeit zwischen 60-80% (gefuehlt 100%). Auf einem Amazonas-Zufluss sind wir dann mit einem kleinen Boot in unsere Dschungel-Lodge geschippert.

In den 3 Tagen, die wir dort verbracht haben, haben wir viel ueber das die Leute, das Leben, die Tier- und Pflanzenwelt und ueber uns gelernt ;O) Wir haben Papageien beobachtet, kleine Aeffchen und riesige Vogelspinnen gesehen, Kaimane beobachtet, Kakaofrucht gelutscht, Paranuesse gesucht, Wanderpalmen auf ihrer Reise beobachtet und Piranhas geangelt. Wir hatten tropischen Regen und Hitze und haben geschwitzt, geschwitzt, geschwitzt.

Hier leben die besonders seltenen Tapire und auch das Ozelot ist hier heimisch. Ausser ein paar "Fusspuren" und naechtlichen Besuchen in der Lodge haben wir aber keine groesseren Tiere zu Gesicht bekommen.

Besonders interessant fanden wir den Paranussbaum. Ein gutes Beispiel dafuer, wie wenig man manachmal ueber die Lebensmittel unserer Wohlstandgesellschaft weiss und wie selbstverstaendlich es fuer uns ist alle Lebensmittel immer zur Verfuegung zu haben.

Input:
Die Paranuss auch Amazonasmandel oder Amazonaskastanie.
Der bis zu 60 Meter hohe Paranussbaum gibt es nur in den Regenwaeldern Suedamerikas, im Dreilaendereck Brasilien, Bolivien und Peru.
Nur die Weibchen der Orchideenbienen sind kräftig genug, die weit verstreut stehenden Bäume anzufliegen. Außerdem sind sie die einzigen, deren Mundwerkzeuge lang und stark genug sind, um an die Staubbeutel der großen gelben Blüten heranzukommen. Die Drohnen dieser Bienen machen sich nichts aus den Paranussblüten, sondern bevorzugen eine bestimmte Orchideenart, deren Duft sie aufnehmen, was wiederum die Weibchen anlockt. Ohne die Orchideenart gäbe es also keine Orchideenbienen und somit keine Paranussbäume.
Die 10 bis 40 hartschaligen Samen (im Idealfall 25) befinden sich in einer rundlichen, ebenfalls hartschaligen Kapselfrucht mit etwa 30 cm Durchmesser und etwa 3 kg Gewicht.
Auch Tiere haben mit dem Öffnen Schwierigkeiten. Es heißt, dass Agutis die einzigen Tiere sind, die mit ihrem starken Gebiss die harten Kapselfrüchte der Paranuss öffnen können (daneben ist nur von den Kapuzinieraffen bekannt, dass sie die Kapsel zum Öffnen auf einen Stein schlagen). Da die Agutis die nicht verzehrten Reste nagertypisch vergraben, tragen diese Nagetiere entscheidend zu Verbreitung und Erhalt der Paranussbestände bei.
D.h. das die Paranuss nicht aus Pflanzungen, sondern komplett aus Wildsammlungen kommt(dennoch findet sich manchmal der irreführende Hinweis „aus kontrolliert biologischem Anbau“). Ein industrieller Anbau ist nicht moeglich, durch Rodung des Regenwaldes sind die o.g. Tiere und somit auch der Paranussbaum stark bedroht. Manchmal laesst sich die Natur einfach nicht ueberlisten.

Wir hoffen, dass Euch die Paranuesse in der Vorweihnachtszeit nun besonders gut schmecken!!!

22.-23.10.2008 Inkatrail zum Machu Picchu

Freuh morgens haben wir uns mit dem Zug auf dem Weg zu unserem Ausgangspunkt einer Tageswanderung auf dem Inkatrail gemacht, an derem Ende wir mit einem gigantischen Ausblick auf die alte Inkastaette Machu Picchu belohnt wurden.










































Input - Inka:
Als Inka wird heute eine indigene urbane Kultur in Suedamerika bezeichnet. Sie herrschten zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert und sind somit eine der juengsten Kulturen Suedamerikas bzw. Perus. Sie verfuegten über ein weit umspannendes Reich von über 200 ethnischen Gruppen mit einen hohen Organisationsgrad. Zur Zeit der größten Ausdehnung (ca. 950.000 km²) erstreckte sich sein Einfluss vom heutigen Ecuador bis nach Chile und Argentinien. Das rituelle, administrative und kulturelle Zentrum war die Hauptstadt Cusco.

Input - Inkapfad:
Unter Inka-Pfad oder auch Inka-Weg (spanisch: Camino Inca) versteht man heute die von den Inka angelegten Wege und Straßen Suedamerikas. Der wichtigste verlief auf dem Rücken Anden vom Süden Kolumbiens durch Ecuador, Peru, Bolivien, Argentinien bis ins Zentrum Chiles. Eine zweite Route verlief parallel zur Küste, der heute die Panamericana folgt. Zusammen mit vielen Verbindungsstraßen, Haupt- und Nebenwegen ergab sich ein Straßennetz von mehr als 30.000 Kilometern, welches das Inkareich wie ein Spinnennetz überzog. Es bildete das Nervensystem des riesigen Reiches. Eilige Nachrichten oder Anweisungen konnten per Schnellboten in kurzer Zeit überbracht werden. Ebenso konnten Abgaben, Handelsgüter und Nachschub per Träger und Lama bis in den letzten Winkel des Reiches verteilt werden. Auf diesen Wegen gelangte aber auch eine kleine Schar spanischer Eroberer in das mächtige Reich. Einer der heute bekanntesten Inkawege befindet sich in Peru. Er beginnt am Ufer des Rio Urubamba und führt zur Inkastadt Machu Picchu.
1942 wurde dieser Inka-Pfad von einer schwedischen Expidition wiederentdeckt und in den Jahren danach freigelegt und bietet unvergessliche Blicke auf schneebedeckte Berge und in Schluchten mit tropischer Vegetation. Außerdem sind mehrere Inka-Ruinen, die anders nicht zugänglich sind, am Inkatrail gelegen. Der Weg darf seit 2001 nur noch im Rahmen einer geführten Wanderung begangen werden. 2004 wurde zusätzlich die Zahl der Touristen, die zum Trail aufbrechen können, auf 500 Personen pro Tag begrenzt, um den Erhalt des teilweise im Original erhaltenen Weges zu gewährleisten. Um diese Wanderung zu unternehmen, muss frühzeitig gebucht werden. Der Inka-Trail ist auf Monate im voraus ausgebucht.

20.-21.10.2008 Streik in Peru

Schon um 05:00 Uhr morgens haben wir uns auf den Weg vom Titicacasee ueber Puno nach Cusco gemacht. Eigentlich eine Tour von insgesamt c.a. 8 Stunden. Ueber Nacht ist jedoch die einzige Strasse nach Cuscu durch die Einheimischen bestreikt, d.h. gesperrt worden. Unser Zwangsstop in Puno dauerte einige Stunden, bis wir beschlossen haben uns trotzdem - allerdings mit einem Privatbus - auf den Weg zu machen, in der Hoffnung, dass die Blockade in der Nacht aufgeloest wird. Leider ist daraus nichts geworden und wir mussten die Nacht im Bus verbringen. Am naechsten Morgen gab es noch keine Anzeichen, dass sich der Streik bald aufloesen wuerde. Unsere Reiseleitung hat dann auf Hochtouren und in einer Glanzleistung einen Schleich-/Umweg ausfindig gemacht, den wir gluecklicherweise einschlagen konnten. Insgesamt waren wir dann 30 Stunden unterwegs und hatten in Cusco dann die genialste Dusche unseres Lebens!!! Wie wir spaeter erfahren haben, hat dieser Streik insgesamt 6 Tage gedauert. Grund des Streiks war "Wasser". In der Region soll ein Wasserkraftwerk gebaut werden und das einheimische Landvolk soll auch eine Art "Anschliessungsgebuehr oder Steuer" dafuer bezahlen. Zweitens besteht grosse Sorge, dass das Wasser fuer die eigene Landwirtschaft nicht mehr ausreicht, d.h. es wird befuerchtet, dass die Reichen den Armen die Existenzgrundlage genommen wird und sie auch noch dafuer bezahlen muessen. Drittens wird eigentlich immer die hohe Inflationsrate und alle uebrigen Misstaende die das starke soziale Gefaelle in Peru mit sich bringt bestreikt. Diese Streiks sind meistens -wie auch in unserem Fall- sehr schlecht organisiert und verlaufen ohne jegliche Reaktion seitens der Regierung, d.h. ergebnislos.

(Angaben ohne Gewaehr. Die Autoren koennen fuer dem Wahrheitsgehalt nicht haftbar gemacht werden :O)

Input:
Cusco ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region und der Provinz Cusco im Zentrum des peruanischen Andenhochlandes. Sie liegt in 3.416 m Höhe und hat etwa 320.000 Einwohner. Die wechselvolle Geschichte als Hauptstadt des Inkareiches, die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung und die Landschaft inmitten der Anden machen sie zum Anziehungspunkt. Als Ausgangspunkt zu der Inkastadt Machu Picchu ist sie weltbekannt geworden. 1983 wurde sie in die Liste der UNESCO-Welterbstaetten aufgenommen.

Montag, 20. Oktober 2008

back to nature - Colca Canyon und Titicacasee

16. - 17.10.2008 Wanderung im Colca Canyon


In den zwei Tagen sind wir nur mit dem noetigsten in den tiefsten Canyon Perus aufgebrochen. Ein wunderschoenes Bergpanorama. Nach einem 1000meter Abstieg wurden wir im Tal von den dort lebenden Einheimischen begruesst. Dort haben wir in liebevollen Huettchen ohne Strom und Wasser bei Kerzenschein zu abend gegessen und uebernachtet. Am naechsten Tag hatten wir zunaecht 400 Hoehenmeter rauf und runter zu bewaeltigen, bevor wir in einer gruenen Oase einkehren konnten. Von dort aus stand uns ein anstrengender 1000 Hoehenmeter Aufstieg bevor, den Axel zu Fuss und Hilke mit dem Muli bewaltigte. Eine traumhafte und vielfaeltige Landschaft und ein unvergessliches Naturerlebnis!!!































18. - 19.10.2008 Titicacasee

Unsere Fahrt fuehrte uns heute ueber einen 5.000 Meter hohen Pass. Echt lustig, wie der Koerper in dieser Hoehe reagiert, wenn er nicht ausreichend Sauerstoff bekommt. Es geht alle nur im Schneckentempo!
Gluecklicherweise hatte niemand ernsthafte Probleme mit der Hoehenkrankheit, vielleicht auch, weil wir ausreichend Coca-Tee getrunken haben. Eine Irre Erfahrung und ein Vorgeschmack auf die naechsten Tage am Titicacasee. Waehrend einer endlosen Fahrt ueber Schotterpisten konnten wir die Weite der Pampa bewundern und haben auch hunderte von Lamas, Alpacas und Flamingos gesehen.
Puenktlich zum atemberaubenden Sonnenuntergang kamen wir am Titicacasee an!
Input:
Der Titicaca-See (spanisch: Lago Titicaca) ist Suedamerikas größter See; mit einer Fläche von 8.288 Quadratkilometern ist er fast 13mal so groß wie der Bodensee. Er befindet sich auf dem Altiplano, der Hochebene der Anden; der westliche Teil des Sees gehört zu Peru, der östliche zu Bolivien. Der Titicaca-See ist das höchstgelegene kommerziell schiffbare Gewässer der Erde. Er liegt auf einer Höhe von 3810 m über dem Meeresspiegel, ist 194 km lang und 65 km breit und hat eine mittlere Tiefe von 140 bis 180 m und eine maximale Tiefe von 280 m. Mehr als 25 Fluesse fließen in den Titicaca-See. Es gibt eine Vielzahl großer und kleiner Inseln, von denen einige Relikte der Inka-Kultur beherbergen, z. B. die Isla del Sol.

Der Suesswassersee hat eine Temperatur von 9 Grad....grrr.... und ludt daher nicht zum Baden ein.

Hier sind wir von dem Praesidenten :O) des Dorfes Santa Maria mit einem grossen Empfangskomitee der hier noch urspruenglich lebenden "Quetschua" mit handgeknuepften Blumenketten begruesst worden. Axel und ich durften sogar in einer Gaeste-Lehmhuette auf dem Hof des Praesidenten wohnen. Auch hier gab es kein Telefon, kein fliessendes Wasser, etc. Wieder mal waren wir von der Herzlichkeit der Menschen ueberwaeltigt! Nach einem Festmahl waren wir allerdings schon frueh im Bett, weil man so ohne Licht auch nichts mehr machen kann!
Am folgenden Abend durften wir sogar die alten Trachten anziehen und hatten eine riesen Gaudi!





Am folgenden Tag haben wir dann die Uros-Inseln besucht. Die 9000jahre Kultur bewohnt im See schwimmende selbstgebaute Schilfinseln. Bis zu 9 Familien leben auf so einer Insel. Die Uros haben uns Ihre Insel gezeigt, die Baukunst erklaert und uns zu einer Rundfahrt in ihrem Schilfboot eingeladen. Einfach alles ist aus Schilf.... der Boden, die Hauser, die Betten, die Boote, Brennmaterial, Gefaesse, Moebel.... selbst als Nahrungsmittel dient es. Ist aber nicht so lecker!!!
Entstanden ist die Kultur aus den in der Zeit wuetenden Konflikten zwischen den unterschiedlichen Kulturen. Die Uros wollten einfach in Frieden leben und haben sich den Kaempfen entzogen indem sie begonnen haben, auf ihren Schilfbooten auf dem See zu leben. Nach und nach wurden immer mehr Boote zusammengekloeppelt und die Bau-/Lebensweise weiter verfeinert, bis die Inseln entstanden sind. Noch heute werden bei Konflikten zwischen den Familien einfach die Inseln getrennt und Ruhe is :O))

Zum kroenenden Abschluss sind Axel und ich noch den dort hoechsten Berg auf 4.200 Meter bestiegen und die Aussicht ueber den gesamten See bis hin zur Bolivianischen Seite mit der beeindruckenden Gebiergskette (den Koenigskodillieren) genossen.